BIOGRAFIE

Iker Sanchez Silva, Dirigent

Iker Sánchez Silva gab 2007 sein vielbeachtetes Debüt als Dirigent des baskischen Nationalorchesters. In der Folge wurde er eingeladen, einige der besten Orchester Spaniens, Portugals und Frankreichs zu dirigieren, wie z.B. das Symphonieorchester Teneriffa, das Symphonieorchester Bilbao, das Nationalorchester Barcelona, das Symphonieorchester Fürstentum Asturien, die Philharmonie Oviedo, das Symphonieorchester „Casa de Musica“ Porto (Portugal), das Symphonieorchester Montenegro, das Symphonieorchester Bayonne Côte Basque (Frankreich), das Symphonieorchester Ciudad de Pamplona, das Donostiako Kamera Orchester San Sebastián (dort wurde er 2007 mit dem Second National Prize for Young Ensembles ausgezeichnet), das Humboldt-Universität-Orchester Berlin, das Nationaljugendorchester Spanien, das Jugendsymphonieorchester Bogotá und das Jugendsymphonieorchester Teresa Careño in Venezuela. Im Jahr 2020 wird er beim Symphonieorchester Montenegro debütieren und erneut die Symphonie Bilbao und das Gasteizo Ganbara Orchester dirigieren.

Er hat unter anderem mit Solisten wie Mikhail Ovrutsky, Asier Polo, José Manuel Cañizares, Ara Malikian, Milos Karadaglic (DECCA), Ángeles Blancas, Anna Oglatova und Avi Avital (Deutsche Grammophon) gearbeitet.

Seit 2017 ist Iker Sánchez künstlerischer Leiter der Bilbao Sinfonietta und arbeitet mit Solisten wie Ángeles Blancas oder Bühnenregisseuren wie Barbara Horáková zusammen. Das Repertoire ist sehr vielseitig und erfolgreich, von „Pierrot Lunaire“ von A.Schöneberg bis zu szenischer Musik wie „El amor brujo“ von M. de Falla oder „Mahagonny Songspiel“ von K. Weill. Mehrere zeitgenössische Komponisten haben speziell für das Ensemble neue Werke geschrieben.

Während der Saison 2007-2008 und 2008-2009 hat er als Assistenzdirigent für das Symphonieorchester Bilbao (BOS) gearbeitet – eine Stelle, die ihm angeboten wurde, nachdem er den von diesem Orchester veranstalteten Wettbewerb gewonnen hatte. Er hat über einige intensive Jahre hinweg renommierten Dirigenten assistiert – wie z.B. Rafael Frühbeck de Buttons, Vasily Petrenko, Juanjo Jena, Pablo Gonzalez, Günther Herbig und Michael Jurowsky; diese Erfahrungen haben nachhaltigen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung ausgeübt – ebenso wie die Zusammenarbeit mit Orchestern wie das Symphonieorchester Boston, das Philharmonieorchester Los Angeles, die Royal Liverpool Philharmonie und das BBC Philharmonieorchester.

Auch hat er Opernwerke dirgiert wie „Don Giovanni” und „Die Zauberflöte” von Mozart (in zwei unterschiedlichen Produktionen), „L´Elisir D´Amore” von Donizetti, die Premiere von „La Cenicienta Roja“von Hilario Extremiana/David Barbero, „El amor brujo” von Falla, „Lo Scoiattolo in Gamba“ von N. Rota, „El Caserio” von J. Guridi, „La tabernera del puerto” von P. Sorozabal. Zu seinen bisherigen und künftigen Highlights gehören „Cosí fan tutte” von Mozart, „Bluebeard´s Castle” von Bartok und „The Little Sweep” von Britten.

Auch neben seinem großen Repertoire der Romantik hat Iker Sánchez sich einen bemerkenswerten Ruf für seine Interpretationen der zeitgenössischen Musik aufgebaut, indem er viele instrumentale Ensembles dirigiert hat: Conducting Smash Ensemble (Salamanca-Paris), T.I. 04 (Vitoria), Bilbao Sinfonietta, Conjunto Instrumental Musikene (San Sebastián), Kabos Ensemble (Bilbao), Cre-art-project (London) and Krater Ensemble (San Sebastián). Er hat weltweit viele Premieren dirigiert: Länder wie Finnland, Frankreich, Kolumbien, Venezuela, Portugal oder Italien haben am Talent dieses jungen Dirigenten bereits teilhaben können.

2008 wurde er künstlerischen Leiter des EIO Symphony Orchesters (für 8 Jahre), ein nationales Musikprojekt für Musikstudenten aus dem Baskenland und Navarra, mit Vorstellungen in Venezuela, Kolumbien und den wichtigsten Theatern in Spanien.

Er hat ferner einige CDs aufgenommen, meist mit Bezug zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts: mit dem Bilbao Symphonieorchester für das Label „Brian´s records”, mit dem Baskischen Nationalorchester, mit dem Ensemble Residencias (trío Arbos + Neopercusion), mit Iñaki Alberdi (Akkordeon) als Solist für das Label „Verso“, die Premiere zweier Klavierkonzerte von Luis Fraca und Mikel Mate mit dem Anitz Symphonieorchester, und Musik von Borja Ramos für das Victor Ullate Ballet mit dem Sigma Projekt+Krater Ensemble. 2020 wird er mit dem Bilbao Symphonieorchester die vollständige Oper „Maitena” des französischen Komponisten C. Colin für das Label „IBS Classical” aufnehmen, und, ebenfalls für „IBS Classical“ mit der Bilbao Sinfonietta die erste Version von „El amor brujo” (aus dem Jahr 1915) und „Seven Spanish Songs” des berühmten Komponisten Manuel de Falla.Auch hat er viele Aufnahmen für Sender des spanischen und des baskischen Nationalrundfunks gemacht (RTVE, RNE und EITB).

Iker Sánchez Silva ist in Irún (Spanien) geboren, wo er mit Trompeten- und Kontrabassunterricht begann. Er hat seine musikalische Ausrichtung in San Sebastián, Bordeaux und am Richard-Strauss-Konservatorium in München weiter entwickelt, und war zu dieser Zeit Trompeter in Orchestern wie den Münchener Symphonikern, dem Baskischen Nationalsymphonieorchester und dem Bilbao Symphonieorchester.